Zurück auf die Piste

Interview mit Rudi Lapper, Ausbildungsleiter beim Österreichischen Skischulverband
Skischulen bieten maßgeschneiderte Angebote und Serviceleistungen

Rudi_Lapper_c_SkischuleKirchbergEs geht nicht um sportliche Ambitionen und Leistungsdruck. Skifahren soll den Wiedereinsteigern vor allem Spaß machen und dazu muss man sie sanft heranführen. Dafür haben die Skischulen speziell entwickelte Angebotspakete zusammengestellt, bei denen hohe Servicequalität im Mittelpunkt steht.

Herr Lapper, was ist das Besondere an den speziellen Arrangements für Wiedereinsteiger?

Wir wollen mit diesen Angeboten ganz auf die individuellen Bedürfnisse der Wiedereinsteiger eingehen und ihnen einen klaren Mehrwert bieten. Dazu gehören Kurse in kleinen Gruppen, die von Skilehrern geführt werden, die eigens dafür ausgebildet wurden. Auf Wunsch bieten wir natürlich auch Privatunterricht an.

Was unterscheidet den Gast, der nach einer Pause wieder mit dem Skifahren beginnt, von anderen Skischulgästen?

Der Wiedereinsteiger hat eine besondere Erwartungshaltung. Er hat bereits Erfahrungen, kann sich also auf bekannte Verhaltensmuster stützen und mit schnellem Lernerfolg rechnen. Auf der anderen Seite ist es für ihn schwer einzuschätzen, wo nun seine Grenzen sind und wie weit er sich belasten kann.

Da wird die sorgfältige Betreuung durch den Skilehrer wichtig

Genau. Der Skilehrer weiß, welche Hemmschwellen typischerweise eine Rolle spielen und er kann den Gast sanft und gezielt zu ersten Erfolgserlebnissen führen. Dabei geht es natürlich um Technik, aber auch oft um kleine Tipps, die viel ausmachen können. Die richtige Ausrüstung, die Wahl des Geländes, welche Technik wo am besten geeignet ist. Alleine hätte der Wiedereinsteiger viele Probleme und die Verletzungsgefahr wäre ungleich größer. Es geht doch vor allem darum, dass sich die Skifahrer wohlfühlen und dass sie Spaß auf der Piste haben.

Der österreichische Skilehrer genießt ja einen weltweit sehr guten Ruf. Da sind die Erwartungen wohl besonders hoch.

Und zurecht. Wir haben die intensivste Skilehrerausbildung weltweit. Allein für den Staatlichen Skilehrer sind 120 Tage Ausbildung erforderlich. In den letzten Jahren wurde dazu die Didaktik deutlich vereinfacht mit dem Ziel, die Lernerfolge zu verbessern. Und das bringt gerade den Wiedereinsteigern spürbare Vorteile.



 Markus Aspetzberger am 06.11.2013   |   Keine Kommentare   |  print
 

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